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Singen tut gut!

Für mich ist Kirchenchor etwas Gewaltiges, das alle mitreißt. Ein Rhythmus, bei dem man mit muss. Die sportliche Anstrengung, die nötig ist, um es zu schaffen, dass man am Ende mit allen gemeinsam am Ziel ankommt.

„Haha, träum weiter!“, höre ich den Kirchenbesucher, der am Sonntag etwa 15 Sängerinnen und Sänger in der Kirche erlebt hat, sagen - das war wirklich extrem „gewaltig“. „Haha!“, höre ich von dem Jugendlichen, der der Ansicht ist, dass die schwarz-weiß gekleideten Damen und Herren, günstigstenfalls mittleren Alters, der Dynamik eines Eisenbahnzuges völlig entbehren.

Und trotzdem: Haben die Chorsänger und –innen nicht erst in der letzten Probe erlebt, wie es ist, in der Kurve rauszufliegen? Haben wir uns nicht bis jetzt in jedem Lied auf den Rhythmus einschwingen und uns von ihm tragen lassen müssen und sind wir nicht tatsächlich zusammen angekommen? Ist es nicht bei jedem Gottesdienst wieder erstaunlich, wie schön und voll es klingt, wenn in der Kirche alle zusammen singen und die Raumakustik noch ein bisschen mithilft? Hatte nicht vielleicht sogar jemand den Eindruck, die Musik und ihre Interpreten seien gar nicht so steif und altmodisch?

Ich bin jedes Mal wieder hingerissen, wenn sich der Klang von Musik ausbreitet, wenn ein Kanon sich vierstimmig auffächert, wenn bei den Taizé-Gesängen jemand die Bassstimme übernimmt, wenn ein lange geprobter Akkord sich auf einmal als reine Harmonie zeigt.

Um mitzukommen, muss man üben. Die meisten der beschriebenen Erlebnisse ereignen sich nämlich bei den Proben, seltener im Konzert und fast nie beim Hören einer CD (außer man hört genau die Stelle, die man vorher geübt hat…). Wer nicht im Chor singt, bringt sich um eines der wunderbarsten Gefühle überhaupt.

Unser Kirchenchor, geleitet von Ulrike Wollny, probt jeden Montag von 20.00 bis 21.30 Uhr. Gemeinsam singen wir Lieder verschiedener Stilrichtungen und freuen uns über alle, die mitmachen möchten. Ganz herzlich sind Sie eingeladen.

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