Menu
Menü
X

Konfirmation

Für viele evangelische Jugendliche ist der Tag der Konfirmation das größte Fest in ihrem bisherigen Leben. Verwandte und Freunde der Familie reisen von weit her an und zeigen auch mit Geschenken, dass ihnen die Jugendlichen am Herzen liegen.

Im Konfirmandenunterricht wird dieser Tag vorbereitet. Der Unterricht findet etwa ein Jahr lang wöchentlich oder monatlich an Wochenenden statt. Vor der Konfirmation stellen sich die Konfirmanden und Konfirmandinnen mit einem selbst gestalteten Gottesdienst der Ge­meinde vor.

Im Unterricht geht es nicht um Leistungen, sondern um die Inhalte des christlichen Glau­bens und die persönlichen Fragen zum Sinn des Lebens. In der Konfi-Gruppe wachsen die Gedanken zusammen, was wichtig ist für ein Leben in Beziehung mit Gott. Besonders die Konfirmandenfreizeit lebt von Spaß, Gemeinschaft und Spiritualität. Die Pfarrerinnen und andere Menschen in der Gemeinde geben Impulse für ein Leben im Glauben.

Das Wort „confirmatio“ bedeutet „Befestigung, Bekräftigung“. Die Jugendlichen bestätigen als mündige Christen das Versprechen, das Eltern und Paten bei der Taufe gegeben ha­ben. Dadurch wird erneut deutlich, dass Gott „Ja“ sagt zu den Jugendlichen und sie so annimmt, wie sie geworden sind. Von nun an sind sie mündige Mitglieder der christlichen Gemeinde und entscheiden auf der Grundlage der Bibel selbst über ihren Glauben.

Alle Jugendlichen können am Konfirmandenunterricht teilnehmen.

Wenn sie nicht getauft sind, werden sie nach Absprache mit den Eltern innerhalb der Kon­firmandenzeit, in der Regel in der Osternacht, getauft. Die Taufe kann auch im Konfirmati­onsgottesdienst vollzogen werden.

In der Kirchenordnung ist festgehalten, wozu dieser Unterricht gut ist:
„Der Konfirmandenunterricht soll den Jugendlichen helfen, die Bedeutung der Taufe zu erkennen und als Christen ihren eigenen Platz in der Gemeinde und in der Welt zu finden. Er vermittelt Grundwissen und leitet dazu an, Fragen des Glaubens zu erörtern und Folgerungen für das eigene Leben zu ziehen.“

Häufige Fragen zur Konfirmation

In welchem Alter wird konfirmiert?
In der Regel findet die Vorbereitung auf die Konfirmation im 8. Schuljahr statt. In diesem Schuljahr sind die Schulen Hessens verpflichtet, den Dienstagnachmittag für den Konfir­mandenunterricht frei zu halten.
 
Können Geschwister unterschiedlichen Alters gleichzeitig konfirmiert werden?

Im Prinzip ja, im Gespräch mit der Pfarrerin können Für und Wider abgewogen werden.
 
Wie erfährt man, wann der Konfirmandenunterricht beginnt?  
Die Konfirmanden, die das Alter erreicht haben, werden schriftlich benachrichtigt und ein­geladen. Wer keine Benachrichtigung erhält und konfirmiert werden möchte, kann sich im Gemeindebüro informieren.
 
Welche Kosten fallen an?
Die Konfirmation und der regelmäßige Konfirmanden-Unterricht sind kostenlos. Möglich ist dies wird durch die Kirchensteuer der Gemeinschaft aller Kirchenmitglieder. Kosten ent­ste­hen in einigen Gemeinden für die Unterrichtsmaterialien:

  • Arbeitsbuch für den Konfirmanden-Unterricht, Bibel und Gesangbuch (12 bis 35 Euro)
  • Teilnahmebeitrag für Konfirmanden-Freizeit
  • Fahrtkostenbeteiligung bei Ausflügen oder Besichtigungen
  • Kosten für festliche Kleidung und die Familienfeier bei der Konfirmation


Bei finanziell schwierigen Situationen sind in den meisten Gemeinden Zuschüsse möglich. Sozialhilfeempfänger bekommen vom Sozialamt einen Zuschuss für Kleidung und Feier.
 
Können die Jugendlichen sich die Gemeinde aussuchen, in der sie konfirmiert werden möchten?

In der Regel wird in der Wohnortgemeinde konfirmiert. Wenn sich die Pfarrerin oder der Pfarrer der Wohnortgemeinde und der Pfarrer der gewünschten Gemeinde einig sind, kann die Konfirmation an einem anderen Ort stattfinden.

top